Unter dem Blutzucker versteht man im allgemeinen die Höhe des Glucoseanteils (Glucosespiegel) im Blut.
Der Blutzuckerwert ist ein wichtiger Messwert in der Medizin. Ist er dauerhaft erhöht, liegt in der Regel ein Diabetes-Unterzucker vor. Das kann die Hirnleistung vermindern, Krampfanfällen oder eine vermehrte Adrenalinausschüttung verursachen.
Der Blutzucker wird aus einer Blutprobe in der Regel aus Kapillarblut gemessen.
Die Maßeinheit ist mmol/l (Millimol pro Liter). Früher wurde in mg/dl (Milligramm pro Deziliter) gemessen. Diese Maßeinheit ist auch heute noch weit verbreitet. Umrechnung:
1 mmol/l = 18mg/dl \qquad oder \qquad 1 mg/dl = {1 \over 18} mmol/l
Der Blutzuckerspiegel kann heute mit kleinen Messgeräten sehr schnell bestimmt werden. Eine Abschätzung ist mit Blutzuckerteststreifen möglich.
Beim Menschen betragen die Normalwerte:
- nüchtern: 3,9 - 6,1 mmol/l, entsprechend 70 - 110 mg/dl
- nach dem Frühstück: bis maximal 8,9 mmol/l, entsprechend 160 mg/dl
Werte >8,9 mmol/l lassen auf eine gestörte Glucosetoleranz oder gar auf einen Typ-II-Diabetes schließen! Im Rahmen einer Wundbehandlung führen solche Werte zu einer deutlich verlängerten/gestörten Wundheilung und werden gegebenenfalls zur Unterstützung der Heilung mit Insulin behandelt.
Eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme sollte der Wert wieder dem Nüchternwert entsprechen
Blutzucker (BZ) mg/dl
Erwachsene 90 - 110
Jugendliche 90 - 110
Schulkind 80 - 110
Kleinkind 80 - 110
Säugling 60 - 90
Neugeborene 60 - 90